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Death is not the end
EDITORIAL
Tod an sich ist schon eine triste Angelegenheit, zu allem Überfluss starben wir als Redaktion auch noch an einem trostlosen Montag. Unseren Tod hätten wir voraussehen müssen, widmeten wir doch diese Ausgabe dem Tod – manche Dinge sollte man nicht herausfordern.
Jedenfalls stirbt »xyz« nun mit dieser Todausgabe, eigentlich eine runde Sache. Ja, doch wir werden die Redaktionssitzungen vermissen, die den trostlosen Montag ein wenig bonbonfarben machten. Wir hoffen ihr findet das Bonbonfarbene auch noch in dieser Ausgabe wieder.
Wir suchen uns noch ein paar tragische Leidensgenossen á la Werther und nächsten Montag dann wieder Bonjour Tristesse.

Wir wünschen euch (trotzdem) viel Spaß beim Lesen!
Marie, Julia, Philipp und Robert


Wiedereinmal ist Tod das Thema einer Ausgabe von xyz. Wieder wird es Texte von jungen Leuten geben, die den Tod ausloten von Angst bis Zärtlichkeit. Es wird das letzte Mal sein, dass xyz als Plattform zur Verfügung steht. Warum? Seit 1996 erschien xyz zunächst dreimal später zweimal jährlich, von wechselnden Redaktionen betreut. Die Idee verwirklichte ein ehemaliger Praktikant. Stefan Walz ist heute Lehrer im Süden unseres Landes.
Lesenswerte Berichte aus dem literarischen Leben der Stadt, Autoreninterviews, Rezensionen, literarische Texte – im Laufe der Jahre nahm die anfängliche Flut der Einsendungen ab, die Redaktionen wurden kleiner. Die Erscheinungsform veränderte sich ab 2002. Während zunächst drei gedruckte Ausgaben jährlich in 3.000 Exemplaren über Schulen und Bibliotheken verteilt wurden, ging xyz ins Netz. Ein großer Kraftakt, der Dank der beiden Projektleiterinnen Ulrike Kassun und Judith Schalansky reiblungslos gelang. Die neue Erscheinungsform schien zeit- und jugendgemäß. Trotz Internet wurde entschleunigt. Weniger ist mehr. Es erschienen ein bis zwei Ausgaben jährlich. Gut Ding muss Weile haben. Die Redakteure wollten nicht mehr wechseln, wenigstens noch eine zweite Ausgabe fertigen. Gern. Schließlich konnten Erfahrungen eingebracht werden, nicht verwirklichte Ideen bekamen Raum. Für einige Redakteure wurde es ein drittes, ja sogar viertes Mal, auch fünftes Mal … Inzwischen sind ehemalige Redakteurinnen und Redakteure im Studium, hier oder weit weg. Die nächsten bestreiten demnächst ihr Abitur, beenden ihre Schulzeit. Dann warten auf sie neue Herausforderungen. Eine junge, neue Redaktionsmannschaft ist nicht angetreten. Die Ausgaben bleiben: im LesArt-Archiv und im Internet. Mancher Text bleibt im Gedächtnis.
Allen Projektleiterinnen und Projektleitern, allen Redakteurinnen und Redakteuren, allen Autorinnen und Autoren, allen Leserinnen und Lesern gebührt Dank für ihre dreizehn Jahre währende Unterstützung.
Übrigens! Aus dem Bonjour Tristesse wird wohl nicht viel werden – nicht für die Redakteure an den kommenden Montagen, nicht für die Leserinnen und nicht für LesArt.
Sabine Mähne
-Leiterin von LesArt und Geschäftsführerin des Trägervereins.

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